Ist die NZZ das neue Westfernsehen oder doch der linientreue Oststaatsfunk?

Die Überschrift meines heutigen Blogartikels mag provokativ sein, ich habe sie aber bewusst so gewählt. Der Hintergrund meines Artikels ist ein NZZ-Artikels der am 30.10.2017 auf der Webseite unter dem Titel „Trumps Wahlkampfmanager wegen verdeckter Lobbyarbeit und Geldwäsche angeklagt“. Im letzten Absatz des Artikels zitiert bzw. blendet sie einen Tweet von Donald Trump ein. Ich hatte die Autorin des Artikels damals kontaktiert, und darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Artikel ganz offensichtlich Fake-News enthält. Schon damals hatte ich überlegt mir einen Blog zuzulegen und ein wenig die Fakten zusammengetragen. Meine damaligen „Zusammentragungen“ lauteten wie folgt:

Mainstreammedien“journalisten“ scheinen sich nicht um Wahrheiten zu kümmern und in ihrer eigenen Echokammer zu leben. Eine solche Echokammerbewohnerin scheint Ann-Dorit Boy, die für die NZZ Artikel schreibt, zu sein. In einem am 30.10.2017 auf der Webseite der NZZ veröffentlichtem Artikel „Trumps Wahlkampfmanager wegen verdeckter Lobbyarbeit und Geldwäsche angeklagt“ konstruiert diese Zusammenhänge die schlichtweg als FakeNews zu bezeichnen sind und die von jedem halbwegs seriös arbeitendem Journalisten niemals veröffentlicht würden.

Ann-Dorit Boy zitiert in diesem Zusammenhang einen Tweet von Trump (in Form eines Screenshots) vom 29.10.2017 um 14:53 der folgenden Inhalt enthält: „Never seen such Republican ANGER & UNITY as I have concerning the lack of investigation on Clinton made Fake Dossier (now $12,000,000?),…“. Auffallend auch für den naivsten Leser ist, dass der Inhalt offenbar aus mehreren Tweets besteht. Nach Zitierung des Tweets schreibt sie fort: „Die Vorwürfe, die Trump aufwärmte, sind nicht neu. Es geht darum, dass Russlands Atomenergiebehörde Rosatom zwischen 2009 und 2013 Beteiligungen an dem kanadischen Unternehmen Uranium One erwarb, das Uran produziert.“

Dieses ist schlichtweg falsch. Trumps bezieht sich in seinem Tweet auf die Verbindungen zwischen  FusionGPS, die das sogenannte Trump-Dossier fabriziert hat, und hierfür über einen Mittelsmann „Marc Elias“, der Partner bei Perkins Coie ist, vom DNC und Clinton bezahlt wurde.

Originär wurde FusionGPS von „TheFreeBeacon“ dafür bezahlt, um Informationen über Trump zu sammeln. Angewiesen wurden Sie hierfür offensichtlich von Paul Singer, der „TheFreeBeacon“ gegründet hat und Eigentümer eines HedgeFonds ist. Zudem unterstütze dieser im US-Präsidentenwahlkampf 2016 einen anderen Kandidaten. Nachdem dieser im Vorwahlkampf ausschied, stellte TheFreeBeacon die Bezahlung ein. Kurz danach wurde FusionGPS vom DNC und Clintion beauftragt am Dossier weiterzuarbeiten. Die Bezahlung und offensichtlich auch die Beauftragung efolgte aber nicht vom DNC und Clintion, sondern über einen Mittelsmann „Marc Elias“, der Partner bei Perkins Coie ist. Im Juni 2016 reichten die öffentlich einsehbaren Fakten nicht aus und FusionGPS beauftragte Christopher Steele, einen früheren MI6-Mitarbeiter (britischer Geheimdienst), der zusammen mit die Firma Orbis Consulting gründete.

Interessanterweise haben sich diese Vorwürfe weiter erhärtet, denn dieses Dossier wurde auch herangezogen um z.B. sich die Abhörung von Carter Page vor dem FISA-Court genehmigen zu lassen. Wobei in den Dokumenten nicht auf die Quelle hingewiesen wurde und der Richter nur auf Basis der schriftlich eingereichten Dokumente entschied, eine mündliche Anhörung erfolgte niemals. Alleine dieses sollte zu denken geben, denn wenn in einem solchen Fall keine mündliche Anhörung und Rückfragen durch den Richter erfolgen und die Genehmigung nur durchgewunken wurde, dann kann man davon ausgehen, dass dieses die gängige Praxis.

Ist die NZZ angesichts eines solchen Artikels, der solche Fehlinformationen enthält, der neue Westfunk oder doch eher der Abteilung linientreuer Staatsfunk zuzuordnen.

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