Weltbevölkerungspolitik im 21. Jhd.

Nachdem der globale Migrationspakt im Zentrum der Öffentlichkeit steht, bin ich nochmal auf eine interessante Essayserie von Thomas Spahn gestoßen. In dieser „UN – At Torrent Of Faces“ beschäftigt sich Thomas Spahn mit der Weltbevölkerungspolitik des 21. Jhd. Dabei treiben ihn drei Studien um: eine der UN, eine der EU und eine stammt vom Club of Rome.

Dabei zerlegt er zunächst die Studie des Club of Romes, die mit geradezu lachhaften Vorschlägen an die Industrienationen versucht das Problem der steigen Bevölkerung in den Griff zu bekommen. Es soll eine „Nicht-Vermehrungsprämie“ geben für Frauen ab 50 Jahren, zudem soll das Rentenalter auf 70 Jahren angehoben werden und es sollen sich statt 90% der Bevölkerung mit 30.000$ lieber 100% mit 27.000 $ begnügen, zusätzlich soll die Einkommenssteuer steigen. Die Industrienationen sollen de facto aussterben – zumindestens die breite Schicht. Spahn antwortet darauf, dass das Problem zwischen den Lenden liegt und zwar bei den Nicht-Industrienationen, denn diese vermehren sich rasant und planlos wie Karnickel (letzteres meine Wortwahl). Er hält fest, dass die Menschheit vor 500 Jahren rund 550 Millionen betrug, 1927 rund zwei Milliarden (trotz des Blutzolls des 1. WK und den Pandemien danach), 1974 4 Milliarden, 1987 5 Milliarden, 1999 6 Milliarden und 2011 7 Milliarden. Wenn die Menschheit sich nun alle 12 Jahre um eine weitere Milliarde vermehrt, so erreichen wir 2023 8, 2025 9, 2047 10 und 2059 11. Die UN rechnet ihrer Studie damit, dass „erst“ im Jahre 2100 die Menschheit 11,2 Milliarden erreicht. Wie Sie auf diese Zahl kommt?

Er geht dann auf das Problem der Ernährung ein und hinterfragt wieviele Menschen die Erde ernähren kann. Und stellt logischerweise fest, dass es ein Ende gibt, unabhängig davon ob es bei 8 Milliarden oder 18 Milliarden liegt. Was folgt daraus und welche Szenarien ergeben sich? Hier wirft er 4 Szenarien in den Raum, ohne den Anspruch zu haben, dass diese vollzählig sind:

  1. Die wahrscheinlichste: Globale Konflikte, der Syrienkrieg wirkt dann wie eine Fußnote
  2. Großräumige Hungerkatastrophen
  3. Seuchen, wie im Mittelalter. Große Populationen seien hierfür geradezu prädestiniert.
  4. „Der humane Weg“, massenhafte Empfängnisverhütung um den Bestand zu sichern oder sogar diesen zu senken. Was aber zugleich mit einer qualitativen Förderung dieses oder dieser Kinder eingeht. Dieses ist der Weg, denn die Industrienationen bestritten haben. Dafür scheint es aber zu spät zu sein.

Um den „humanen Weg“ zu gehen, ist es natürlich notwendig, dass es entsprechende Sozialsysteme geben muss, die eben außerhalb der Familie organisiert sind. Er weist daraufhin, dass gerade Länder in denen der Islam herrscht, die Familie als Kollektiv im Mittelpunkt und der Vater als derjenige ist, der als Autokrat die Mittel verwaltet, auch um sicherzustellen, dass er und seine (Frau)en im Alter versorgt werden.

Er stellt in Frage ob es überhaupt noch möglich ist den europäischen Weg der Aufklärung und damit der Individualität aufrechtzuerhalten ist und ob nicht statt Individualisierung eine Kollektivisierung stattfindet. Wobei er darauf hinweist, dass dieses seit 100 Jahren ohnehin der Fall sei. Statt Demokratie herrschen immer mehr Autokraten, und dabei spielt es keine Rolle ob die Kollektivierung national oder international vonstatten geht.

Wenn das Kollektiv, als Beherrschungsinstrument für die Massen, entscheidend sei und nicht mehr das der ideelle Wert des Individuums, sei es auch nicht mehr notwendig Leistungsfähigkeit zu produzieren.

Das, was zur scheinbaren Elite wird und letztlich lediglich ein Produkt von Zufälligkeit und Durchsetzungsfähigkeit ist, rekrutiert sich selbst aus den Niederungen der Masse – außerstande die ererbte Hochkultur zu erhalten und gezwungen, im Diktat über die Masse den eigenen Selbsterhalt zu garantieren.

Während aber die Industrienationen überwiegend schrumpfen und dabei besonders Frauen mit zumindestens formalen höheren Abschlüssen schon überhaupt keine Kinder mehr bekommen (1/3 der Frauen) bekommen religiöse umso mehr (z.B. in Israel). Die UN hat hierfür unter dem Begriff „Bestandserhaltungsmigration“ verschiedene Szenarien entworfen, um den Bevölkerungsrückgang durch Migration auszugleichen, wobei wünschenswert dabei sei, dass der Bevölkerungsstand durch die Migration sogar steigt, zudem müsse das Renteneintrittsalter auf 75 verschoben werden. Spahn weist daraufhin, dass das alles Statistik sei und z.B. auf kulturelle Unterschiede keine Rücksicht genommen wird. Die Menschen werden schlicht zur verschiebbaren Masse, ein Gesicht (Individualität) wird Ihnen nicht zugesprochen.

Er hält zutreffend fest:

Tatsächlich geht es nicht darum, Schutzbedürftige aufzunehmen. Es geht auch nicht darum, eine über Einwanderungsgesetze geregelte Zuwanderung von Hochqualifizierten zu organisieren. Es geht darum, auf den Grundlagen alles beherrschender Statistik einen scheinbaren Mangel, eine sich auftuende Menschenlücke zu füllen. Wie bei der UN spielen bei der EU kulturelle und religiöse Eigenarten keine Rolle. Es geht nicht mehr darum, ob ein in archaischem Denken verharrender Muslim aus Marokko oder Pakistan einen Asylanspruch nachweisen kann. Es geht auch nicht mehr darum, ob ein Schwarzafrikaner aus Eritrea oder Niger die in den noch bestehenden Hochkulturen definierten Ansprüche erfüllt. Es geht nur noch um eines: Die Überproduktion an Faces dorthin zu lenken, wo Wohlstand und Kultur in der behutsamen Umkehrung des Quantität statt Qualität einen Unterschuss an Menschenmasse haben entstehen lassen. Es geht um globale Bevölkerungspolitik […] .

Und Spahn weist daraufhin, dass hierzu perfekt der Plan des Clubs of Rome passe, denn UN, EU und auch die Kanzlerin wisse, dass man die Lenden in Afrika, Asien und Lateinamerika nicht steuern kann und dann eben die Industrienationen in der Masse aussterben müssen und mit dieser Bevölkerungsüberproduktion der genannten Kontinente geflutet werden müsse. Um dem sozialistischen Gleichheitsideal nachzukommen dürfe aber der Europäer eben nicht mehr besitzen weshalb er bis kurz vor seinem Tode arbeitet und sein Einkommen nahezu komplett wegbesteuert wird.

Sentimental endet er:

The Torrent of Faces, dieser Menschheit als Sturzbach nicht mehr unterscheidbarer Gesichter, wird zur Realität des 21. Jahrhunderts, aus der es kein Entrinnen mehr zu geben scheint.

Quellennachweise:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/un-a-torrent-of-faces/1/

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/un-a-torrent-of-faces/2/

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/un-a-torrent-of-faces/3/

 

Ein Kommentar zu „Weltbevölkerungspolitik im 21. Jhd.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s