Weltkommission für Migration (3. Teil)

Im 2. Teil hatten wir den 3. Teil von Thomas Spahns „Das Migrationskonzept der UN“ besprochen. Im heutigen Blogbeitrag wollen wir uns mit dem 4. Teil auseinandersetzen. Damit der EU-Rat seine Ziele erreichen konnte, hatte er aber noch weitere Vorgehensweisen beschrieben, um jene die sich gegen diesen Austausch wehren würden. Juristische Personen sollen bei der Annahme entsprechender Tätigkeiten von öffentlichen Zuwendungen ausgeschlossen werden, sie werden mit dem vorübergehenden oder ständigen Verbot der Ausübung einer Handelstätigkeit bedroht, sie können auch unter richterlicher Anordnung gestellt werden oder aber richterlich angeordnet aufgelöst werden. Das bedeutet aber, dass nichts mehr publiziert werden kann, welches dem EU-Rat genehm ist und damit nichts anderes als Bücherverbrennung ist.

Im weiteren geht Spahn auf den EU-Neuansiedlungsrahmen ein. Dieser solle durch jährlich Neuansiedlungspläne umgesetzt werden. Es geht hier eben nicht mehr um „Asyl“, es geht hierbei darum die EU mit den „Torrent of Faces“ halbwegs beherrschbar zu fluten. In seinen Augen wird dieses zu schwersten Verwerfungen führen und die 2. Hälfte des 21. Jhd. wird zu einen Kampf zwischen unkontrollierbaren Anarchismus und Staatstotalitarismus führen, er hält fest:

Die Demokratie, wie sie in der europäischen Kultur als einzig möglichem Zivilisationsmodell der Bürgergesellschaft erdacht wurde, funktioniert nur in Systemen mit überschaubarem Menschenpotential und festgefügten, in der Identität ihrer Bürger verankerten Abwehrmechanismen gegen den Ansturm von Kollektivismus und Barbarei.

Aus seiner Sicht geht Kollektivismus niemals demokratisch.

Anmerkung des Blogverfassers: Hier unterläuft nach meiner Ansicht Spahn ein verhängnisvoller Irrtum, denn demokratische Entscheidung sind eben kollektivistische Entscheidungen. Hier merkt man, dass er denjenigen auf den Leim geht, die die Dichotomie „Demokratie“ – „Demokratie“ aufspannen und eben vollkommen verkennen, dass der Demokratiebegriff 2-dimensional besetzt ist. Die andere Dimension ist eben die, kollektivistische vs. individuelle Entscheidung. Will oder soll diese Entscheidung überhaupt demokratisch getroffen werden, oder soll eben nicht jedes Individuum seine eigene Entscheidung treffen dürfen. Das Gegenteil von Demokratie bedeutet eben nicht umbedingt Diktatur, sondern es ist eben das Konstrukt der Privatrechtsgesellschaft wie es Hans-Hermann Hoppe beschrieben hat. Wobei anzumerken ist, dass der Verfasser dieser Zeilen glaubt, dass diese erst recht nicht in der Lage ist gegen die Fluten dieser „Torrent of Faces“ anzukämpfen, weil in dieser es eben kaum eine gemeinsame Identität gibt und damit auch de facto kein gemeinsamer Kitt um auf die Gefahr geschlossen kollektiv zu antworten.  Denn die höchste Kampfkraft ist eben dort vorzufinden, wo die zu kämpfende Gruppe am homogensten ist (gemäß Martin van Creveld und seinem gleichnamigen Buch).

Spahn führt dann weiter aus:

So, wie in einem Staatswesen, welches sich in streng islamischer Kulturtradition befindet, Demokratie zwangsläufig angesichts der rein zahlenmäßigen Übermacht des Plebs in den autoritären Gottesstaat führen musste und nicht nur in Ägypten oder auch in der Türkei genau diesen Weg eingeschlagen hatte, führt Demokratie in einer laizistischen Gesellschaft zwangsläufig in die Plebsokratie – die demokratisch genannte Diktatur des Proletariats. Dieses war schon im antiken Rom nicht anders und führte regelmäßig dazu, die Republik in das Kaisertum zu überführen.

Die Demokratie mag sich noch über einen längeren Zeitraum als zunehmend von innen ausgehöhlte Scheindemokratie erhalten, so lange die Ressourcen, die aus ihrer Hochzeit geschöpft wurden, die Befriedigung der Ansprüche des Plebs noch ermöglichen – da jedoch die Konsumtion die Innovation erstickt, wird auch die Scheindemokratie eines Tages zwangsläufig entweder in die Anarchie oder in den autokratisch geführten Totalitarismus führen.

Aus Sicht eines statistischen Ansatzes ist in der Tat der Weg der Flutung unvermeidlich, der aber inkompatibel mit dem Ansatz einer aristotelischen Wissenschaftsperspektive ist. So bewege sich die Bundeskanzlerin in einer kollektivistischen Vision der quantitativen Rettung Deutschlands, aber eben nicht in einer qualitativen, im dem Sinne dass das deutsche Volk eben Kulturträger sei, welches in der Tradition  der europäischen Aufklärung steht.

Die Entscheidung scheint gefallen. Deutschland soll künftig nicht mehr ein Land sein, das sich durch die Qualität seiner zivilisierten Menschen auszeichnet, sondern welches statt dessen seinen im Maßstab der UN „gerechten” Anteil an der Überbevölkerung trägt. Damit die Statistik feststellen kann: Deutschland hat wieder genug junge Menschen, um sich seinen Überhang an unproduktiven Alten leisten zu können.

Perfekt ergänzend seien dann die Ausführungen des Clubs of Rome zu verstehen, wenn sie die Kinderlosigkeit der Frau in Industriestaaten prämieren wolle, das Erbe abschaffen wolle, die Vermögen aller künftigen europäischen Bewohner auf Null zu stellen. Denn die UN, EU und auch die Bundesregierung wüssten sehr wohl, dass es unmöglich sei, die aus den Lenden gespeiste Überproduktion an Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika  mangels Bildung und mangels der Möglichkeit des rechtzeitigen Erreichens diese zu integrieren.

Er führt dann weiter aus:

Wenn der Kanzler einer Bundesrepublik Deutschland davon spricht, die Menschheit lebe „in postfaktischen Zeiten“, dann ist dieses der Offenbarungseid des Zeitalters der Vernunft als dem Zeitalter des Faktischen. Emmanuel Kant und die Philosophen der Aufklärung haben ausgedient.

Postfaktisch bedeutet nonfaktisch. Da nun setzt die schleichende Implementierung des Islam als Perfektion des Nonfaktisch-Präzivilisatorischen an. Nachdem die christlichen Kirchen unter dem Druck von Reformation und Aufklärung zu Faktischen gefunden und darüber ihren autoritären Anspruch des Totalitären verloren hatten, bleibt als Bollwerk des autokratischen Kollektivismus wider den Liberalismus und Individualismus des Bürgertums des faktischen Zeitalters nur noch die einzige Ideologie des Metaphysischen, die sich sowohl ihren Weltbeherrschungsanspruch als auch ihren totalitären Kollektivismus uneingeschränkt bewahrt hat: Der Islam.

Nüchtern sei es eben auch der Islam der genau diesen „Torrent of Faces“ hervorbringe. Denn gemäß dieser Religion ist die Erde eine Stiftung, die Allah den Muslimen geschenkt habe und es deren Auftrag sei diese zu vollständig zu bevölkern. In einer multikulturellen Welt kann der weiße, christliche Europäer ob er sich eine andere Identität zulegt, denn seine eigene werde ihm abgesprochen.

Wenn wir diese Frage zu ihrem Ende denken – und wenn wir wissen, dass die individuelle Identitätsbildung der entscheidende Kern der menschlichen Existenz ist, der ihn zu einem sozialen Wesen macht und ihm die Voraussetzungen gibt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – dann führt an der Feststellung kein Weg mehr vorbei, dass die indigenen Menschen jener Staaten, die als Aufnahmeplätze für die Massenmigration ausersehen sind, nicht nur ihre nationale Identität ersatzlos verlieren sollen – sie sollen gänzlich identitätslos werden

Er beendet seine Ausführungen mit dem folgenden Absatz:

Wenn im Dezember die Rahmenvereinbarung unterzeichnet werden wird, hat die UN ein wesentliches, noch ausstehendes Ziel erreicht: Die aufnehmenden Zivilisationen Europas und Nordamerikas werden sich in Form einer Selbstverpflichtung zur Abschaffung ihrer nationalen, kulturellen Eigenarten bereit erklären, um so dem Ziel einer supranationalen Weltregierung einen deutlichen Schritt näher zu kommen.

Quellennachweise:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/das-migrationskonzept-der-un-teil-4/

3 Kommentare zu „Weltkommission für Migration (3. Teil)

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