Buchbesprechung: Deutschlands unsichere Grenze – Plädoyer für einen neuen Schutzwall

Ein Mann hat sich Gedanken gemacht. Er hat der einfältigen, angeblich alternativlosen Politik, der Kanzleuse einen Gegenentwurf niedergeschrieben. Das Werk heißt „Deutschlands unsichere Grenze – Plädoyer für einen neuen Schutzwall“ und umfasst 430 Seiten. Wie der Buchtitel verrät geht es um den Entwurf eines neuer Grenzschutzanlage und zwar einer postmodernen. Warum postmodern? – Das verrät der Autor in seinem Werk, denn diese Grenzanlage ist keine Klassische Grenzanlage des kalten Krieges, indem es um das Abwehren von feindlichen Armeen geht, sondern um eine Kontrolle darüber wer dieses Land betritt. Das Buch gliedert sich in fünf Kapitel.

Das erste Kapitel, betitelt „Ein alternativloses Projekt“, ist Vorwort und Einleitung zugleich. Auf diesen siebzehn Seiten zählt er zunächst die Fakten der von der Kanzleuse angeblichen alternativlosen Politik auf. Er geht auf die Asylbewerberzahlen von 2015 bis 2017 ein, auf die nicht-registrierten illegalen Flüchtlinge und auf die Kosten. Wobei er bei den Kosten nur die (offiziellen Zahlen) des Bundes eingeht und nicht die der Länder und Kommunen. Im Anschluss geht er auf die weitere Gliederung des Buches ein.

Das zweite Kapitel „Dimensionen des Kontrollverlustes“ ist in 5 Unterkapitel gegliedert. Zunächst geht der Autor auf die „Poröse Staatlichkeit“ ein. Dabei zitiert er ausgiebiger die beiden ehemaligen Verfassungsrichter Jürgen Papier und Udo de Fabio und den Verlust der Staatlichkeit bei anhaltend geöffneten Grenzen. Im Anschluß daran, in „Schutzlos im Zeitalter der Völkerwanderungen“, geht er ausführlicher auf klassische Push- und Pullfaktoren ein. Zu den beiden wesentlichen Push-Faktoren gehören die ökonomische Situation in den Herkunftsländern und die Rolle der Schlepperbanden. Zu den klassischen Pull-Faktoren zählt er das umfassende Sozialsystem, aber auch das Vorhandensein einer Diaspora, die es den (illegalen) Migranten erlaubt sich einzugliedern, ohne sich zu integrieren. In „Grenzenlose Kriminalität“ geht er auf die Kriminalität ein und wie die offenen Grenzen es ermöglicht, dass hier kriminelle ungestört ihren „Geschäften“ nachgehen könnten. Wobei er dabei insbesondere auch auf die Rolle von organisierter Kriminalität eingeht und wie diese die offenen Grenzen ausnutzen, um nach Deutschland einzureisen, hier ihr Raub- und Einbruchdelikte verüben und dann sich ins benachbarte Ausland zurückzuziehen. In „Bewegungsfreiheit für Terroristen geht er auf die Rolle der offenen Grenzen ein, die es ermöglicht, dass Terroristen“ in den Schengenraum einreisen im Zuge angeblicher Flüchtlingsströme und hier ihre Attentate durchführen. Er geht hier näher auf die Attentate in Paris ein (Bataclan), auf die Terroranschläge in Brüssel (U-Bahn), auf den Fall Anis Amri und die Anschläge in London. Er skiziiert dabei insbesondere die Lebensläufe der Attentäter und ihre Verbindungen zu ausländischen Zellen. In „Illegale und das Problem der Abschiebung“ geht er auf die Problematik ein, dass Personen die einmal nach Deutschland eingereist sind, nicht ohne weiteres wieder abgeschoben oder zurückgeschoben werden können.

Das dritte Kapitel „Abhaltewerte von Mauern und Zäunen“ befasst sich mit alten und neuen Grenzanlagen. Dabei geht er zunächst auf die Geschichte von Schutzwällen ein. Um dann in die neuzeitliche Diskussion um die Demarkierung von Territorialität einzusteigen. Auf rund 74 Seiten geht er dann auf alte und neue Grenzbefestigungen ein und führt diese für die verschiedenen Länder auf. Im Anschluß daran geht er in drei Fallstudien auf (A) den „Trump-Wall“ ein, (B) die Sicherheitszäune Israels und (C) die Sperrsysteme von Ceuta und Melilla ein.

Das vierte Kapitel „Eine postmoderne Grenzanlage für Deutschland“befasst sich dann auf 38 Seiten mit genau einer solchen Anlage um insbesondere den in im ersten und zweiten Kapitel besprochenen Problemen zu lösen. Dabei geht er zunächst auf die Ziele und den Schutzbedarf ein. Für den Autor steht fest, dass eine solche Grenzanlage nur dann Sinn macht, wenn sie die gesamte Grenze Deutschlands umfasst. Er geht dann auf verwertbare historische Erfahrungen ein um sich dan den notwendigen Befestigungssystemen und den damit verbundenen Kosten zu beschäftigen. Neben der Grenzanlage sind selbstverständlich auch Grenztruppen notwendig, weshalb er auch hier eine Kalkulation vornimmt. Abschliessend befasst er sich mit dem Zeitrahen der notwendig ist, um die Grenze und das Grenzregiment aufzubauen.

Das fünfte und letzte Kapitel, betitelt „Bewertungen und Implikationen“ zieht ein Resümee. Dazu wirft er einige Fragen auf, die unterschiedlich beantwortet werden können und je nach Antwort ist eine Grenzanlage notwendig.

Das Buch ist flüssig geschrieben und äusserst lesenswert. Die Tatsache, dass er der erste ist, der  umfassender der Frage nachgeht, wie es möglich ist, die Grenze zu schützen, macht das Buch schon zu einem aussergewöhnlichem Buch. Es dominieren Fakten, wer dieses nicht gewohnt ist und stattdessen auf emotionale Faktoren lieber hört, der wird velleicht das Buch verabscheuen. Abe es gibt immer eine Alternative, auch wenn Politik und Mainstreammedien etwas anderes verbreiten!

 

 

Ein Kommentar zu „Buchbesprechung: Deutschlands unsichere Grenze – Plädoyer für einen neuen Schutzwall

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