Feuerwehrwehren: Projekt Fortesy

Auf sciencefiles ist ein Artikel erschienen indem es um das das Projekt „FORTESY“ geht. Der Beitrag verweist insbesondere auf einen Beitrag in der idw, wo das „Ziel“ dieses Projektes beschrieben ist [1]:

Wir beziehen Daten zu Ausbildung, Mitgliedschaft und Funktion in unsere Studien ein“, erklärt Jun.-Prof. Dr. Ilona Horwath, Inhaberin der Professur für „Technik und Diversität” an der Universität Paderborn und Leiterin der Studie. „Außerdem analysieren wir, welche Herausforderungen es aus Sicht der Feuerwehrleute gibt und weshalb Interkulturalität überhaupt als Problem empfunden wird.“ Dabei gelte es auch zu bedenken, welche Kompetenzen Feuerwehrleute in heterogenen Teams mitbringen müssten, um zu einer erfolgreichen Umsetzung beizutragen. Letztendlich sollen Gestaltungsempfehlungen entstehen, die auch anderen Organisationen an die Hand gegeben werden können. „Einrichtungen, die im Bereich der Migrations- und Flüchtlingsarbeit tätig sind, können von den Ergebnissen profitieren“, so die Wissenschaftlerin weiter.

Das ist ziemlich interessant, denn wie ich im Blogbeitrag „Feuerwehrleute* #DiversityIndustry“ aufgezeigt hatte, fördert das Bundesministerium des Inneren  diverse Projekte bei der „Freiwilligen Feuerwehr“ zum Thema „Vielfalt“. In einem anderen Blogbeitrag wurde beim derWaidler u.a. eine Broschüre verlinkt, diese stammt aber aus einem älteren Projekt, wie ich unter dem Blogbeitrag u.a. kommentierte:

Mehrere Anmerkungen:
1.) Neben den Einzelprojekten, werden auch noch „Begleitende Maßnahmen gefördert“ und die „Qualifizierung von Ehren- und Hauptamtlichen in den Vereinen und Verbänden“. Hier hatte ich ja schon dass Beispiel der Türkischen Gemeinde und der Freiwilligen Feuerwehr in Schleswig-Holstein aufgeführt: https://diehassrede.wordpress.com/2018/07/01/feuerwehrleute-diversityindustry/
2.) Die Broschüre ist ja schon etwas älter. Die Förderung hierfür stammt aus dem Europäischen Integrationsfond (EIF) der von 2007 – 2013 Gelder ausschüttete. Interessant ist, dass das Feuerwehrprojekt der Türkischen Gemeinde behauptete, dass Handlungsanweisungen nicht vorhanden seien.
3.) Gefördert wurden im Rahmen des EIF keine Flüchtlingsprojekte, sondern u.a. Zuwanderer die schon länger hier leben.
4.) Der Nachfolgefond des EIF ist der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF).
5.) Typischerweise läuft die Freiwilligengewinnung bei der „Freiwilligen“ Feuerwehr über die Jugendfeuerwehren, wer integriert ist und es will, sollte also hier den Zugang bekommen
6.) In anderen Ländern existieren z.T. nur Freiwillige Feuerwehren, z.B. Peru.
7.) Meinen Informationen zufolge wird häufig die (Freiwillige) Feuerwehr rausgerufen, damit kein Rettungswagen oder die Polizei geschickt werden muss, z.B. zum Aufsammeln von Vollbetrunkenen. Das ist umso erstaunlicher, da diese ja erstmal zusammengetrommelt werden muss.
8.) Die Bekannte die ich habe, haben einen Beeper und es ist nicht klar, wer gerade einsatzbereit ist, d.h. eine App o.ä. mit dem ich mich z.B. Anmelden kann oder mein Standort abgefragt werden kann, existiert nicht. Sowas existiert aber z.B. in Peru. (Stichwort Digitalisierung). Also rücken immer verschiedene Wehren zusammen aus und vor Ort wird dann geschaut, wie an das zusammenstellt.

Wie teuer ist nun dieses vom BMBF geförderte Projekt?

398.820,00 € kostet dieses Projekt [2]

Frei nach dem Motto: Wenn Du kein Holz zum Feuern des Kamins hast, dann nimm doch einfach bedruckte Scheine!

Quellennachweise:

[1] https://nachrichten.idw-online.de/en/2018/12/03/deutschlands-feuerwehrsystem-als-gegenstand-eines-neuen-bmbf-forschungsprojekts/

[2] https://foerderportal.bund.de/foekat/jsp/SucheAction.do?actionMode=view&fkz=16ITA208

 

 

Ein Kommentar zu „Feuerwehrwehren: Projekt Fortesy

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