„Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“

Vor ein paar Tagen wurde schon über das Dokument „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD““ berichtet, welches Framinganweisungen erhält, um dem Staatsfunk in einem besseren Licht darzustellen. Einmal eine kleine Kostprobe aus diesem Dokument (PDF-Seite 12):

Das Wort „Konsument“ aktiviert einen Frame der prototypischen ökonomischen Transaktion. Er verfügt über vier sogenannte framesemantische Rollen: ein Waren ­oder Dienstleistungsanbieter, eine Ware oder Dienstleistung, einen Konsumenten oder Kunden, der die jeweilige Ware oder Dienstleistung begehrt, und schließlich Geld, dasim Tausch gegen die Ware oder Dienstleistung vom Kunden an den Anbieter gezahlt wird.
Das Wort „Konsument“ also hat schwerwiegende Folgen für das Voranbringen
der Interessen der ARD. Sie ergeben sich aus der inhärenten Logik des Frames gemäß unserer alltäglichen Welterfahrung.
Nehmen wir den Supermarkt als ein Beispiel der konkreten Welterfahrung, die unser Begreifen davon, was es bedeutet, ein „Konsument“ zu sein, prägt. Der Supermarkt Frame ist tatsächlich, auch durch seine Relevanz für das tägliche Leben, die gängigste Realisierung des Konsumenten Frames in unserem Denken. Denken Sie einmal in aller Schnelle diese Situation durch: Ich bin im Supermarkt. Ich will 4 Pfund Kartoffeln und einen Camembert kaufen. Ich hole beides, ich gehe zur Kasse und – bezahle 4 Pfund Kartoffeln und einen Camembert! So ist es richtig, so ist es gerecht, weil ich ja für das bezahlen muss, was ich vom Warenanbieter haben will. Die Ware nicht zu bezahlen wäre falsch und unrecht.
Und ebenso falsch und unrecht wäre es, wenn ich neben meinen 4 Pfund Kartoffelnund meinem Camembert außerdem für den gesamten Gemüse und Käsebestand des Ladens zahlen müsste, falls andere Kunden später noch Blumenkohl oder Parmesan wollen. Ebenso falsch und unrecht wäre es, wenn mich der Ladeninhaber unter Androhung juristischer Konsequenzen gesetzlich dazu zwingen dürfte, neben den Waren, die ich gleich zu Hause verzehren will, zusätzlich eine Tüte Gummibärchen, eine Harmonie Teemischung und zwei Pfund frischen Hering zu kaufen, die ich gar nicht esse.
Damit könnten wir es belassen. Denn genau hier steht das gesamte Problem des Staatsfunks, nämlich dass die vermeintlichen Kunden für etwas zahlen sollen, welches sie niemals bestellt haben und welches sie geg.falls garnicht konsumieren. Warum sollte jemand für ein Gut zahlen, welches er niemals bestellt hat? Warum sollte es legal sein einen (Rundfunk)Vertrag für alle abzuschliessen? Wer hat jene legitimiert dieses jemals zu tun?
Frau Wehling empfiehlt einen Reframe der Staatsfunker. Wir sind gemäss ihr keine Konsumenten, sondern wir haben zum Rundfunkkapital beihgetragen. Absolut hanebüchen was diese Tante da vor sich geht.
Wer mehr von diesem Quatsch lesen will, hier steht das Dokument:

Ein Kommentar zu „„Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“

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