E-Fuels – Forschungsausgaben

In meinem Beitrag „Kein Volk. Kein Recht. Kein Diesel (Videos)“ hatte ich schon auf ein Video von Dr. Spaniel verwiesen bezüglich E-Fuels. Die AfD hat auch einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht, damit E-Fuels steuerlich gleichgestellt werden mit batteriegetriebenen Fahrzeugen. Hier liegt insbesondere der Fokus auf eine neue Richtlinie der EU, die bei Fahrzeugen die bestimmte CO2-Abgaswerte überschreiten zu drastischen Strafzahlungen pro Fahrzeug an die Hersteller führen. Eine entsprechende Änderung der geplanten EU-Richtlinie würde diese Verteuerung unter bestimmten Umständen stoppen. Das ist deshalb interessant, da das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Entwicklung solcher E-Fuels durchaus fördert bzw- gefördert hat. Wir lesen hierzu auf der Webseite des BMBF zu synthetischen Kraftstoffen folgendes [1]:

Synthetische Kraftstoffe – auch e-fuels genannt – werden im Gegensatz zu Benzin und Diesel nicht aus Erdöl, sondern aus erneuerbarem Strom und CO2 gewonnen. Sie können aber wie Benzin oder Diesel in Verbrennungsmotoren eingesetzt oder diesen beigemischt werden. Dabei handelt es sich um Verbindungen mit Namen wie Oxymethylenether (kurz: OME) oder n-Octanol. Diese Verbindungen verbrennen nahezu rußfrei und erlauben es daher, Motoren so zu verbessern, dass sie in der Gesamtbilanz sehr viel weniger CO2 und fast keinen Feinstaub oder Stickstoffoxid emittieren.

[…] Es hätte zudem den Vorteil, dass sie nur wenig umgebaut werden müssten – anders als bei der Umstellung auf Elektroantrieb. Zudem könnten synthetische Kraftstoffe auch in Schiffen, Flugzeugen oder Lastwagen zum Einsatz kommen – also dort, wo Batterien voraussichtlich auch in Zukunft nicht die herkömmlichen Antriebe ersetzen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass Tankstellen bestehen bleiben könnten

Das BMBF stellt weiterhin fest:

Tatsache ist auch: Bei den derzeitigen Verfahren und den aktuellen Rohölpreisen sind synthetische Rohstoffe wirtschaftlich nicht rentabel.

Hier wäre es natürlich interessant zu wissen, wie die E-Fuels am Endverbrauchermarkt vulgo Tankstelle abschneiden würden, wenn für diese z.B. keine Kraftstoffsteuer (+ Mehrwertsteuer auf diese) auf diese E-Fuels fällig würde und somit diese gleichgestellt würden mit batteriegetriebenen Fahrzeugen. Die Alternative ist natürlich auch eine Beimischung.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass in der Leistungsplansystematik „FD6010 Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, welche aktuell 230 Projekte enthält und die mit einem Volumen von 120.479.636,00 € gefördert werden, sich schon ein ein interessantes Verbundprojekt namens „Sunfire“ findet. Gefördert wurde dieses im Zeitraum 2012 bis 2016. Dieses Verbundprojekt umfasste 8 Teilprojekte die mit einer Summe von 7.124.978,00 € gefördert wurden.

FKZ Zuwendungsempfänger Laufzeit von Laufzeit bis Fördersumme in EUR
033RC1110A SunFire GmbH 01.05.2012 30.06.2016 3.519.949,00
033RC1110B Universität Bayreuth 01.05.2012 30.04.2015 300.178,00
033RC1110C Universität Stuttgart 01.05.2012 30.04.2015 233.573,00
033RC1110D Forschungszentrum Jülich GmbH 01.05.2012 30.04.2015 510.731,00
033RC1110E ElfER Europäisches Institut für Energieforschung EDF-KIT EWIV 01.05.2012 31.12.2015 649.793,00
033RC1110F Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. 01.05.2012 30.04.2015 606.128,00
033RC1110G SunFire GmbH 01.05.2012 30.04.2015 983.825,00
033RC1110H KERAFOL Keramische Folien GmbH 01.05.2012 30.04.2015 320.801,00

Quellennachweis:

https://www.bmbf.de/de/synthetische-kraftstoffe-5040.html

 

Ein Kommentar zu „E-Fuels – Forschungsausgaben

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